Immer öfter finden Veranstaltungen mit großen Zuhörermengen statt, was auch zu großen Entfernungen zwischen Zuhörern und Bühne führt. Da die von der Stimme oder einem Instrument abgegebene Schallleistung meisten nicht ausreicht, um alle Flächen mit genügend hohem Pegel zu versorgen, ist der Einsatz einer Beschallungsanlage oftmals unentbehrlich.  Aber auch in kleineren Räumen wie Hörsälen kann eine elektronische Sprachverstärkung sehr zum Komfort des Vortragenden und der Zuhörer beitragen.

Beschallungsanlagen dienen aber nicht nur zur Sicherstellung der ausreichenden Schallversorgung des kompletten Zuhörerbereichs. Raumakustische Defizite können durch eine passende Einstellung der Anlage kompensiert werden und bei Räumen mit variabler Nutzung kann so die Akustik an die verschiedenen Anforderungen angepasst werden. Bei Sprachwiedergabe ist die Funktion der Beschallungsanlage klar: Die Sprachverständlichkeit soll so weit wie möglich verbessert werden. Bei Musik hängen die Anforderungen an die Beschallungsanlage stark von dem Musikstil ab.

Von der Signalart abgesehen ist aber in jedem Fall anzustreben, dass keine Verfälschungen des wiedergegebenen Schalls auftreten d.h. dass die Anlage keine Klangfärbungen verursacht und das Signal so wahrheitsgetreu wie möglich beim Zuhörer ankommt. Auch gehört zum natürlichen Klangbild die Übereinstimmung der optischen und akustischen Perspektive.

Beschallungsanlage und Raumakustik müssen sich ausgleichen und gegenseitig unterstützen. Das Publikum wird den Gesamteindruck bewerten und seine raum- und elektroakustischen Eindrücke nicht trennen. In erster Linie muss also der raumakustische Ist-Zustand des zu planenden Raumes erfasst werden. Dies tun wir messtechnisch im schon stehenden bzw. simulierten Raum. Im Computermodell können wir dann  verschiedene Beschallungskonzepte untersuchen und bewerteten und das optimale für die spezifische Raumnutzung und das zur Verfügung stehende Budget festlegen.

Social media & sharing icons powered by UltimatelySocial